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Kartenmitte 38° N, 16° O · Mittelmeerraum · Rand- und Nebenmeere

Meere der Welt

Zwischen den fünf Ozeanen liegen Dutzende Rand- und Nebenmeere – vom Arabischen Meer mit 3,9 Millionen km² bis zur flachen Ostsee vor der deutschen Küste.

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Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende · Kacheln © CARTO.

Ein Meer ist ein Teil des Weltozeans, der durch Inseln, Halbinseln oder Untiefen weitgehend abgegrenzt ist. Randmeere wie die Nordsee liegen offen am Schelf eines Kontinents; Nebenmeere oder Mittelmeere wie das Mittelmeer und die Ostsee hängen nur über schmale Straßen mit dem Ozean zusammen. Diese Enge bestimmt alles Weitere: Salzgehalt, Gezeitenhub und die Frage, wie schnell sich das Wasser erneuert.

Die zehn größten Meere der Erde

MeerFlächeOzeanAnrainer (Auswahl)
Arabisches Meer3 862 000 km²Indischer OzeanIndien, Pakistan, Oman, Somalia
Südchinesisches Meer3 537 000 km²PazifikChina, Vietnam, Philippinen, Malaysia
Karibisches Meer2 754 000 km²AtlantikKuba, Venezuela, Kolumbien, Jamaika
Mittelmeer2 500 000 km²AtlantikItalien, Spanien, Griechenland, Ägypten
Beringmeer2 261 000 km²PazifikRussland, USA
Ochotskisches Meer1 583 000 km²PazifikRussland, Japan
Golf von Mexiko1 550 000 km²AtlantikUSA, Mexiko, Kuba
Ostchinesisches Meer1 249 000 km²PazifikChina, Südkorea, Japan, Taiwan
Hudson Bay1 230 000 km²Arktischer OzeanKanada
Japanisches Meer1 013 000 km²PazifikJapan, Südkorea, Nordkorea, Russland

Die Meere rund um Europa

Das Mittelmeer ist über die nur 14 km breite Straße von Gibraltar mit dem Atlantik verbunden. Weil rundherum mehr Wasser verdunstet, als Flüsse und Regen nachliefern, strömt ständig Atlantikwasser nach; der Salzgehalt liegt trotzdem bei 37 bis 39 Promille und damit deutlich über dem Weltdurchschnitt. Tiefster Punkt ist das Calypsotief südwestlich von Griechenland mit 5 109 m. Genau umgekehrt funktioniert die Ostsee: 413 000 km² groß, im Mittel nur 52 m tief und durch den Zufluss von rund 250 Flüssen so ausgesüßt, dass der Salzgehalt im Bottnischen Meerbusen unter 3 Promille fällt. Die Nordsee misst 575 000 km² und ist überwiegend flacher als 100 m – nur die Norwegische Rinne vor Norwegen reicht über 700 m hinab.

Das Schwarze Meer (436 000 km²) hängt über den Bosporus am Mittelmeer und ist ein Sonderfall: Unterhalb von etwa 150 m ist das Wasser sauerstofffrei, weil sich schweres Salzwasser am Boden staut und nicht durchmischt wird. Anrainer sind Türkei, Bulgarien, Rumänien, Ukraine, Russland und Georgien. Das Rote Meer (438 000 km²) wiederum liegt über einer aufreißenden Plattengrenze und wird jedes Jahr um gut einen Zentimeter breiter.

Warum Meeresnamen strittig sein können

Meeresnamen sind selten neutral. Das Japanische Meer wird von Südkorea als „Ostmeer“ bezeichnet, der Persische Golf in mehreren Anrainerstaaten als „Arabischer Golf“. Kartenverlage lösen das meist über Doppelbenennungen. Auch die Abgrenzung selbst ist Auslegungssache: Das Kaspische Meer trägt „Meer“ im Namen, hat aber keine Verbindung zum Ozean und zählt deshalb als größter See der Erde.

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