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Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende.
St. Lucia liegt im östlichen Karibischen Meer zwischen dem französischen Martinique im Norden und St. Vincent und die Grenadinen im Süden. Landnachbarn hat die Insel keine; östlich im offenen Atlantik liegt Barbados in rund 180 km Entfernung.
Steckbrief St. Lucia
| Hauptstadt | Castries (14°01′ N, 60°59′ W) |
|---|---|
| Kontinent | Nordamerika |
| Fläche | 616 km² |
| Einwohner | rund 180 000 |
| Amtssprache | Englisch (verbreitet ist daneben ein französisch basiertes Kreol, Kwéyòl) |
| Währung | Ostkaribischer Dollar (XCD) |
| Zeitzone | Atlantikzeit (UTC−4), keine Sommerzeit |
| Nachbarländer | keine – Inselstaat im Karibischen Meer; nächste Nachbarinseln sind Martinique im Norden und St. Vincent im Süden |
| Flagge | hellblau mit einem weiß gerahmten schwarzen Dreieck über einem gelben Dreieck (Flaggen der Welt) |
Lage und Geographie
St. Lucia ist eine vulkanische Insel mit dicht bewaldetem Bergland im Inneren. Höchster Punkt ist der Mount Gimie mit 950 m. Weltbekannt sind jedoch die Pitons an der Südwestküste: Gros Piton (771 m) und Petit Piton (743 m) sind erstarrte Lavadome, die fast senkrecht aus dem Meer aufragen und seit 2004 als Pitons Management Area zum UNESCO-Welterbe zählen – siehe Vulkane der Erde. Zwischen ihnen liegt bei Soufrière das Geothermalfeld Sulphur Springs mit heißen Quellen und Schwefelschloten, das als „Drive-in-Vulkan“ vermarktet wird, weil eine Straße bis in den eingebrochenen Krater führt.
Zahlreiche kurze Flüsse laufen strahlenförmig vom Bergland zur Küste; der Roseau River im Westen ist der wasserreichste. Die Hauptstadt Castries liegt an einer geschützten Bucht im Nordwesten und ist zugleich Kreuzfahrthafen; weitere Orte sind Gros Islet im Norden, Soufrière im Westen und Vieux Fort im Süden, wo der internationale Flughafen liegt. Der Nordwesten ist deutlich trockener als das gebirgige Innere, in dem jährlich ein Vielfaches an Niederschlag fällt. Zur Einordnung des Inselbogens siehe Inseln der Welt.
Gut zu wissen
- Zwei Nobelpreisträger stammen von der Insel: der Ökonom Arthur Lewis (1979) und der Dichter Derek Walcott (1992).
- St. Lucia wechselte zwischen 1663 und 1814 vierzehnmal zwischen französischer und britischer Herrschaft – daher das französisch geprägte Kreol bei englischer Amtssprache.
- Die Sulphur Springs bei Soufrière liegen in einem eingestürzten Krater und sind eines der wenigen geothermischen Felder der Erde, in die man hineinfahren kann.
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