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Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende.
Die Islamische Republik Mauretanien liegt in Nordwestafrika zwischen dem Atlantischen Ozean im Westen und der zentralen Sahara im Osten. Sie grenzt an die von Marokko verwaltete Westsahara im Norden, an Algerien im Nordosten, Mali im Osten und Süden sowie Senegal im Südwesten. Mit gut einer Million Quadratkilometern ist das Land etwa dreimal so groß wie Deutschland.
Steckbrief Mauretanien
| Hauptstadt | Nouakchott (18°05′ N, 15°58′ W) |
|---|---|
| Kontinent | Afrika |
| Fläche | 1 030 700 km² |
| Einwohner | rund 4,9 Millionen |
| Amtssprache | Arabisch; daneben Pulaar, Soninke und Wolof als Nationalsprachen |
| Währung | Ouguiya (MRU) |
| Zeitzone | UTC±0, keine Sommerzeit |
| Nachbarländer | Algerien, Mali, Senegal sowie die von Marokko verwaltete Westsahara |
| Flagge | grünes Tuch mit gelbem Halbmond und Stern, oben und unten ein roter Streifen (Flaggen der Welt) |
Lage und Geographie
Rund drei Viertel der Fläche sind Wüste. Im Zentrum erheben sich die Sandsteinplateaus von Adrar und Tagant über die Ebenen; dazwischen liegen ausgedehnte Sandmeere wie der Erg Ouarane und der Majâbat al-Koubrâ. Höchster Punkt ist der Kediet ej Jill mit 915 m nahe Zouérat, ein Berg aus fast reinem Magnetit, der Kompassnadeln stört. Weltberühmt ist die Richat-Struktur, das „Auge der Sahara“: ein rund 40 km breiter, konzentrisch geschichteter Dom, der erst aus dem Orbit als Ring erkennbar wird.
Der einzige ständig wasserführende Fluss ist der Senegal, der die Südgrenze bildet und in dessen Aue fast die gesamte Landwirtschaft stattfindet – siehe Flüsse der Welt. Nouakchott, 1958 als Planhauptstadt in den Dünen gegründet, hat heute rund eine Million Einwohner; zweite Stadt ist der Fischereihafen Nouadhibou. Vor der Küste sorgt der kalte Kanarenstrom für eines der fischreichsten Meeresgebiete der Erde, geschützt im Nationalpark Banc d'Arguin. Die alten Karawanenstädte Chinguetti, Ouadane, Tichitt und Oualata stehen auf der UNESCO-Welterbeliste.
Gut zu wissen
- Der Erzzug von Zouérat nach Nouadhibou ist mit oft mehr als 2 000 m einer der längsten Güterzüge der Welt.
- Mauretanien schaffte die Sklaverei 1981 als letzter Staat der Erde formal ab; 2007 wurde sie zusätzlich unter Strafe gestellt.
- Die Sahara rückt vor: Nouakchott lag bei seiner Gründung im offenen Gelände und kämpft heute gegen Wanderdünen am Stadtrand.
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- Nachbarn: Senegal, Mali und Marokko
- Wüsten der Welt – die Sahara von der Küste bis ins Innere