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Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende.
Die Republik Usbekistan grenzt im Norden und Westen an Kasachstan, im Osten an Kirgisistan und Tadschikistan, im Süden an Afghanistan und im Südwesten an Turkmenistan. Der Weg zum offenen Meer führt über mindestens zwei Staatsgrenzen – deshalb gilt das Land als doppelter Binnenstaat.
Steckbrief Usbekistan
| Hauptstadt | Taschkent (41°18′ N, 69°16′ O) |
|---|---|
| Kontinent | Asien (Zentralasien) |
| Fläche | 448 970 km² |
| Einwohner | rund 37 Millionen |
| Amtssprache | Usbekisch; Russisch ist weit verbreitet |
| Währung | Soʻm (UZS) |
| Zeitzone | UTC+5, ohne Sommerzeit |
| Nachbarländer | Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Afghanistan, Turkmenistan |
| Flagge | blau, weiß und grün waagerecht mit schmalen roten Trennstreifen, Halbmond und zwölf Sternen (Flaggen der Welt) |
Lage und Geographie
Den Westen und die Mitte des Landes prägt die Kysylkum, die „rote Wüste“, die sich zwischen Amudarja und Syrdarja erstreckt; zusammen mit der Karakum im Nachbarland bildet sie eines der großen Trockengebiete Asiens. Nach Osten steigt das Gelände zu den Ausläufern von Tienschan und Hissargebirge an; dort liegt mit dem Chazret Sultan bei 4 643 m der höchste Punkt. Zwischen den Gebirgsketten öffnet sich das dicht besiedelte Ferghanatal, das sich Usbekistan mit Kirgisistan und Tadschikistan teilt. Zur Einordnung der Trockenräume siehe Wüsten der Welt.
Amudarja und Syrdarja sind die beiden großen Flüsse des Landes; beide flossen früher in den Aralsee, dessen Zuflüsse seit den 1960er-Jahren für die Baumwollbewässerung abgeleitet wurden. Der See schrumpfte auf einen Bruchteil seiner Fläche, der ausgetrocknete Boden trägt heute den Namen Aralkum. Größte Städte sind Taschkent, Samarkand mit dem Registan-Platz, Namangan und Andischan im Ferghanatal sowie Buchara und Chiwa im Westen – allesamt Stationen der historischen Seidenstraße und UNESCO-Welterbe.
Gut zu wissen
- Usbekistan und Liechtenstein sind die einzigen doppelten Binnenstaaten der Welt: Alle ihre Nachbarn sind ebenfalls ohne Meerzugang.
- Der Aralsee bedeckte 1960 rund 68 000 km²; heute sind nur noch Restgewässer übrig, vor allem der Nördliche Aralsee in Kasachstan.
- Die Autonome Republik Karakalpakstan im Westen macht etwa ein Drittel der Staatsfläche aus, beherbergt aber nur einen kleinen Teil der Bevölkerung.
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